Ausbildungsplatz als Elektroniker gesucht

Die vorerst letzte Absage – keine offenen Antworten mehr 😦

Wir schmieden Pläne für Alternativen.

16 Antworten to “Ausbildungsplatz als Elektroniker gesucht”

  1. Ruth Says:

    Ach, ja, das ist schwer, das kenn ich auch…..Praktika, sinnlose Arbeitsamt-Maßnahmen, Teilzeit bei der Zeitarbeit……Vielleicht kannst Du ihn für ein FSJ gewinnen, meine wollten das leider nie – das ist auf jeden Fall gut für die Persönlichkeit, verbessert auch künftige Chancen. Das Aller-aller-allerschlimmste ist Rumgammeln.

  2. Alrik Says:

    Jepp rumgammeln ist tödlich. Man fängt zu schnell an sich gehen zu lassen. Kenn ich aus eigener Erfahrung.

    Freiwilliges Soziales Jahr bei Jugendlichen die noch schulpflichtig sind halte ich für keine gute Idee.
    Solange er nicht 18 ist unterliegt er noch der Schulpflicht, ist er nicht in Berufsausbildung gibt es z.B. in BaWü den sogenannten Berufsvorbereitenden Unterricht.
    In dem sitzen im schlimmsten Fall Assis, im besten Fall nur frustrierte Jugendliche ohne Ausbildungsplatz.

    IMHO ist es sinnvoller über einen weiteren Schulbesuch den Realschulabschluß zu machen, eventuell in Verbindung mit Fächerkombinationen die ihm liegen bzw mit Praktischen Tätigkeiten.

    Ach ja, das er zum Eignungstest eingeladen wurde ist ein gutes Zeichen.

  3. Ruth Says:

    Ach ja, daran hab ich nicht gedacht, dass er für ein FSJ zu jung ist.

  4. alleinerziehende Says:

    Also Rumgammeln wird es auf keinen Fall geben, das ist jetzt schon klar. Notfalls jobt er, im Mc Donald oder sowas, warum nicht. Es wird aber wahrscheinlich entweder eine Wiederholung der neunten Klasse oder die M10 werden, vorausgesetzt er schafft für die M10 den erforderlichen Notendurchschnitt. Ich habe morgen einen Termin beim Klassenlehrer, mal sehen, was der sagt …

  5. Die Stimme aus dem Off Says:

    Meine Empfehlung:

    Noch ein Jahr zur Schule, den Realschulabschluss machen.

    Damit dann bei der Bundesmarine oder der Bundesluftwaffe bewerben, auf keinen Fall zum Heer. Bei der Marine oder der Luftwaffe kann er dann seine Ausbildung zum Elektroniker machen. Das geht aber erst mit 18, darum der Tipp mit dem Realschulabschluss.

  6. Alrik Says:

    Bei der Luftwaffen kann man seine Ausbildung sogar vor 18 machen, als ziviler Azubi in einer Luftwaffenwerft.
    Allerdings sind da die Kriterien für Bewerber auch nicht einfacher, als bei einem privatwirtschaftlichen Arbeitgeber…

  7. alleinerziehende Says:

    M10 (ist auf dem Papier ein Realschubschluss rechtlich gleicher Abschluss) wäre auf jeden Fall die beste Lösung, aber ob die Noten reichen, um den Sprung zu schaffen, ist noch nicht sicher. Danach würde er vermutlich auch auf dem freien Markt einen Ausbilungsplatz als Elektroniker finden. An die Bundeswehr hatten wir auch schon gedacht, mal sehen.

  8. Die Stimme aus dem Off Says:

    Wenn er die ADS-Medikamente nimmt, werden sich seine schulischen Leistungen sehr schnell enorm verbessern. Ich denke es braucht ca. zwei bis drei Tage wegen der Eingewöhnung. Sein Raum-Zeit-Gefühl wird sich damit verändern, aber er wird schnell als angenehm empfinden.

    Außerdem werden sich seine Umgangsformen merklich verbessern. Er ist dann nicht mehr so gehetzt und widment den Menschen mehr Zeit. Das Verlegen von Gegenständen, der Umgang mit dem Schulmaterial, die Ordnung des Tagesablaufs, all das wird sich verbessern.

    Der Realschulabschluss sollte dann ohne Probleme erreichbar sein, solange keine Intelligenzminderung vorhanden ist. Dagegen kommt natürlich auch Methylphenidat nicht an.

    Das scheint ja aber nicht der Fall zu sein.

    Du wirst Deinen Sohn mit dem Medikament nicht wiedererkennen.

    Aber sei gewarnt: Wenn die Wirkung des Medikaments nachlässt, kann es zu einer Gereiztheit kommen. Man muss sich dessen bewusst sein, wenn man überraschend patzige Antworten bekommt und angeraunt wird.

    Darum halte ich von Retard-Präparaten auch mehr, als von den anderen.

  9. alleinerziehende Says:

    Ich kann Dir nur sagen, wenn das wirklich der Fall sein wird, das wäre einfach … dafür finde ich gar keine Worte. Das wäre fast ein Wunder.

    Aber ich bin mal sehr vorsichtig, es ist ja jetzt erstmal eine Vermutung! Es sind ja jetzt Ferien und mein Sohn ist bis morgen bei seiner Oma, erst nächste Woche gehen wir zur Hausärztin, um das Rezept zu bekommen. Hoffentlich macht die mit. Ich habe schon ein wenig im Internet gelesen über die verschiedenen Präparate, auch über den „Rebound-Effekt“, dachte, wir fangen am besten mit Ritalin an, weil das sofort wirkt, ob dann eine retardierende Form besser ist, können wir später probieren. Erstmal nur testen, auch mit der Dosierung. Vielleicht ist es ja auch Fehlanzeige. Aber irgendwie glaube ich, da hat meine Freunden C. mir einen sehr wertvollen Hinweis gegeben, der vielleicht eine Art Lebenswende für meinen Sohn bedeutet.

    Ich warte jetzt erstmal ab, wie gesagt … ich schreibe dann über seine Erfahrungen!

  10. alleinerziehende Says:

    Übrigens liegt keine mindere Intelligenz vor, als er 10 war, hat er mal einen Intelligenztest gemacht, bei der Erziehungsberatung, da hatte er einen IQ von 100, und seine Lehrer bescheinigen ihm alle ohne Ausnahme gute Intelligenz aber mangelnde Anwendung durch Schlampigkeit, Zerstreutheit, Unkonzentriertheit, Ablenkbarkeit …
    Wenn er das und damit sich selbst besser mit den ADS Medikamenten in den Griff kriegt, dann ist die Schule für ihn (meiner Einschätzung nach) leicht zu meistern, auch die M10 und was danach in Ausbildung und weiterführenden Schulen kommt.

    OK, bis jetzt wie gesagt nur mal eine vorsichtige Hoffnung.

  11. Die Stimme aus dem Off Says:

    Die Hausärztin wird das sehr wahrscheinlich nicht machen. Das dürfte ein wenig außerhalb ihrer Kompetenz liegen.

    Sie kann Deinen Sohn aber zu einer Amublanz überweisen. Die Unikliniken haben normalerweise psychiatrische Polikliniken, die soetwas professionell behandeln.
    Bevor er die Medikamente bekommt (das sind immerhin Betäubungsmittel), wird man allerdings ein paar neurologische Untersuchungen machen müssen, ob andere Ursachen auszuschließen. Dazu brauchst Du einen Termin und das kann dauern.

    Mit einer schnellen Verordnung würde deswegen ich eher nicht rechnen.

  12. alleinerziehende Says:

    Hmm ja, das habe ich mir schon gedacht. Ich habe schon vorsichtshalber meine Cousine gefragt, die ist Allgemeinärztin, die sagte, sie würde es verschreiben. Sie kennt meinen Sohn und mich und unser Geschichte ja auch. Ich frage aber trotzdem erstmal meine Hausärztin hier am Ort. Mal sehen. Wär blöd, wenn wir noch lange warten müssen. Wenn es nämlich wirklich hilft, wäre jetzt, vor dem Quali, wo Lernen angesagt ist, eine gute Zeit.

  13. Die Stimme aus dem Off Says:

    Wenn sie es verschreibt:

    Concerta 54 mg. Eine Tablette morgens und der Tag ist gerettet. 🙂

  14. alleinerziehende Says:

    Danke 🙂
    Die Dosierung muss man aber doch wohl individuell einstellen, oder?
    Ich bin total gespannt.

    Letztens war mein Sohn zu Besuch in der Stadt, aus der wir vor ein paar Jahren weggezogen sind. Er traf dort einen Freund. Und, wie war es? fragte ich ihn. U.a. sagte er zu mir, es sieht alles irgendwie anders aus, schärfer. Schärfer?? Ja, weil er seine Kontaktlinsen drin hat, antwortete er.
    Früher hatte er nur eine Brille, die er aber nur in der Schule, wenn es nicht anders ging, draußen mit seinen Freunden jedoch nie aufsetzte. Ich habe ihm gesagt, warte mal ab, vielleicht wird das mit dem ADS Medikament sich ja irgendwie ähnlich wie ‚plötzlich-sieht-die-Welt-scharf-aus‘ anfühlen. Mal sehen.
    Wir sind gespannt.
    Und mein Sohn will das auch wirklich probieren, weil er nämlich seit einiger Zeit entdeckt hat, dass er etwas erreichen will, er will die Schule gut machen, es hat sich auch schon was verbessert, aber es ist unglaublich schwer, er steht sich selbst derart im Weg.

  15. Die Stimme aus dem Off Says:

    Von Concerta gibt es drei Dosierungen: 18 mg, 36 mg und 54 mg.

    Meine Meinung: Die niedrigen Dosen taugen nur für Kinder. Und ja, ich weiß: Angeblich brauchen Kinder mehr als Erwachsene oder Jugendliche.

    Ich halte das für eine Lüge. In den USA werden auch schon einmal 108 mg am Tag verabreicht, die Amerikaner sind bei sowas viel entschlossener. Unter 54 mg wird wohl keine Wirkung eintreten oder höchstens eine sehr geringe Wirkung. Mit ziemlicher Sicherheit aber keine, die die Probleme löst.

    Du kannst die Wirkung der Medikamente ganz leicht testen:

    Beobachte Deinen Sohn während Ablenkungsmöglichkeiten in der Nähe sind. Gehe mit ihm ein Eis essen. Achte darauf, ob er hübsche junge Mädchen beobachtet, insbesondere wenn diese laut lachen. Verwickle ihn dazu in ein Gespräch. Nimm irgendein kompliziertes Thema, sodass er Dir folgen muss.

    Wenn die Medis wirken, wird er dazu trotz tiefer Ausschnitte und knackiger Ärsche in der Umgebung in der Lage sein. Sein Blick wird auf Dich gerichtet sein, er wird geistig folgen können.

    Ohne die Medis dürfte das für einen ADS-Jungendlichen ausgeschlossen sein.

  16. Die Stimme aus dem Off Says:

    Und ich brauche jetzt unbedingt eine neue Brille.

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